Die Angst klopft ans Fenster


An diesem Wochenende konnte ich endlich wieder Sonnenstrahlen auf der Haut spüren. Dem Wind und den Vögeln lauschen, frische Luft atmen, meinen Körper bewegen. Heute war ich so voller Licht, Liebe und Freude.

Gerade spüre ich ein klein wenig Angst, aber vielleicht liegt das auch an der Müdigkeit. Es gehen immer recht schnell die Alarmglocken bei mir an, wenn ich merke, dass so etwas wie Panik in mir aufsteigt. Dann will ich es wegdrängen und denke sofort, was denn los ist.

Dabei ist gar nichts und ich könnte das Gefühl auch in den Arm nehmen. Ich frage mich: Was sagt die Angst, wenn sie zum Fenster reinschaut? Im Moment sagt sie: Ich habe Kopfschmerzen, ich habe Angst die Kontrolle zu verlieren. Sie sagt: Ich möchte nicht einsam sein. Lass‘ mich nicht alleine. Sie will in den Arm genommen werden. Sie sagt mir auch: Etwas stimmt nicht mit dir. Und gleichzeitig weiß ich, dass das nicht wahr ist, denn es gibt nichts, was stimmen kann oder nicht. Die Angst klopft ans Fenster und sagt: He, ich will gehört werden. Lass‘ mich rein! Und ich sage: Geh weg, ich will dich nicht. Du kannst so groß werden und das ganze Haus einnehmen. Dass lasse ich nicht zu.

Wie es sich anfühlt? So ein bisschen auf der Hut sein, sehr aufmerksam und ein bisschen vorsichtig. Wache Augen und Ohren. Etwas zieht sich zusammen, scheint nicht frei sein zu können. Da ist eine Unsicherheit. Was steckt hinter dieser Angst?



 

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