reden wir?
Ich möchte eine Geschichte erzählen. Ich möchte sagen, wie ich mich fühle. Ich will verstanden werden und will, dass mir zugehört wird. Ich will, dass Menschen sich mitteilen, dass sie sagen, wie es ihnen geht. Ich will, dass die Menschen sich austauschen, dass sie ihre Gedanken teilen und nicht allein sein müssen.
Denn um all das, was da draußen in der Welt abgeht, neben
diesen tollen oder schrecklichen Dingen, stehe ich immer noch als eigener
Mensch. Als Seele. Ich, mit meinem Kopf, mit meinen Gedanken, mit meinem
Körper. Und das, was mich beschäftigt.
Ich möchte sagen, dass ich große Angst habe. Und ich möchte
sagen, dass man sich trauen kann und trauen sollte, anderen zu sagen, wie es
einem geht. Wie es einem wirklich geht. Was in einem vorgeht. Denn was soll
dieser Gedanke, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist? Dass man am Ende
eben nur allein sich selbst hat. Das ist doch Blödsinn. Das, was unsere Welt
und dieses für mich so unfassbar komische Leben ausmacht, sind doch diese
anderen Menschen. Das sind doch diese Beziehungen, die man eingeht, das ist die
Liebe.
Warum muss jeder mit seinem Mist und seiner Gedankenwelt
allein klarkommen? Warum können sich nicht mehr Menschen anderen mitteilen.
Über Gefühle und Gedanken reden. Das ist so wichtig.
Ich will zeigen, dass es anders geht. Ich will erzählen, was
in mir vorgeht. Ich will von meinen Ängsten sprechen.

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